Was tun, wenn Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung in der Minderheit sind und in einer ländlichen Gegend wohnen? Wo finden sich Gleichgesinnte, wo gibt es Unterstützungsmöglichkeiten und Beratungsangebote? Es fehlt oftmals an entsprechenden Netzwerken und sozialen Kontakten. Szenetreffs zu finden und Freundschaften zu schließen fällt schwer, Aufklärungsarbeit wird eher in den Großstädten betrieben.
Schwule und Lesben sind auf dem Land verstärkt mit offener Homophobie und Vorurteilen konfrontiert, fühlen sich aber trotzdem zu Hause wohl und flüchten nicht zwangsläufig in die Anonymität der Großstadt. Auch heute noch fordert das Outing auf dem Land Mut und Courage. Über den Spagat zwischen Alltag und Andersartigkeit in der Provinz berichtet das Magazin Polylog in einer Videoreportage.
polylog schwul provinz @ www.polylog.tv/videothek
Mit wenigen Jahren Unterbrechung habe ich schon immer in der Provinz gewohnt. Größere Städte mit einer Szene liegen am Rande unserer Region. Egal in welche Richtung es einen zieht, man fährt mindestens eine Stunde. Meine persönliche Meinung ist, dass das Internet der persönlichen Kontakt, die persönliche Beratung nicht ersetzen kann, jedoch gerade für Homosexuelle auf dem Land eine Chance sein kann.
Wenn man in Portalen wie gayromeo oder gayroyal reinschaut ist´s so dass es in unserer Region mehr Schwule, bisexuelle Männer gibt als man denkt, die meisten mit dem Medium Internet nur nicht umzugehen wissen.
Da gab es doch diesen Film Allein unter Heteros, der das auch beschreibt. Ich frage mich allerdings, warum das immer über Schwule berichtet wird und Lesben keine Rolle spielen.