Die CSD-Saison 2008 beginnt am 19. April in Brandenburg. Unter dem Motto “Rechte Ja – Rechte Nein – Für mehr Bürgerrechte gegen rechtsextremistische Gewalt” werden neun Tage queeres Treiben in Potsdam mit Queensday und Umzug durch die Stadt geboten.
Mit gleich 17 Veranstaltungen innerhalb von neun Tagen wartet der CSD- Brandenburg 2008 auf. Zu diesem Zweck hatten sich bereits im vergangenen Jahr zahlreiche regionale Communitys, Parteien, Vereine und Verbände in einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen, dem CSD-Beirat Brandenburg. Mit Unterstützung der Stadt Potsdam, den hiesigen Szene-Gastwirten, mehrerer Veranstaltungshäuser, der Kirche und des Landes ist ein für Brandenburg völlig neues CSD-Konzept entwickelt und umgesetzt worden. Ziel der Organisatoren ist es, schwule und lesbische Vielfalt durch Öffentlichkeit gesellschaftlich zu verankern. Deshalb macht diese große Menge von Veranstaltungen auf schwule und lesbische Themen aufmerksam. Damit liefert Brandenburg nun auch den Auftakt der diesjährigen CSD-Saison: “Im Sommer kann das ja jeder…” meint Jirka Witschak vom Beirat mit einem zwinkernden Auge.
Eine Besonderheit gibt es gleich zum Auftakt des CSD, denn dieser bildet ein gemeinsamer Gottesdienst – nicht nur für Schwule und Lesben – in der ehemalige königliche Hofkirche Friedrich Wilhelms IV, der Potsdamer Friedenskirche. Er beginnt um 11:00 Uhr mit Pfarrerin Behrmann und ist der erste seiner Art im Land. „Unser Gottesdienst richtet sich aber nicht nur an evangelische und katholische Christen, sondern an alle Menschen. Wir wollen niemanden ausschließen, ein jeder ist ganz herzlich und persönlich eingeladen mit uns zu feiern”, so Dirk Braitschink und Markus Sturzebecher vom brandenburgischen Landesverband Katte e.V., die diesen Gottesdienst vorbereitet haben.
Unmittelbar danach spaziert eine schwul-lesbische und möglichst bunte Gruppe durch die großen Einkaufsstraßen zur inzwischen schon traditionellen Regenbogenflaggenhissung vor dem Stadthaus. Auch den anschließenden Queensday gibt es dieses Jahr inzwischen in fünfter Auflage. Neu hingegen ist die Schwule Filmnacht im Potsdamer Filmmuseum. Drei handverlesene Streifen laufen dort nacheinander über die Leinwand. Rosa von Praunheim wird sich persönlich den Fragen des Publikums stellen.
Das vollständige Programm des CSD Brandenburg ist als Download im pdf-Format verfügbar. Die Veranstaltungen beginnen am 19. April in Potsdam und enden am 27. April.
(Quelle: Pressemitteilung gay-brandenburg.de, eigene Recherche)