Umfrage für Internetportale

Immer mehr Jugendliche suchen im Internet nach Antworten auf ihre Fragen und nutzen die Angebote von Internetportalen, Chats oder Online-Beratungsangeboten. Eine Umfrage will Klarheit über die vorhandenen Angebote schaffen und einen Katalog erstellen.

Gerade für Jugendliche, die lesbische, schwule oder bisexuelle Gefühle für sich entdecken oder in ihrer Geschlechtsidentität unsicher sind, scheint das Internet heute eine wichtige erste Informationsquelle und Orientierungshilfe zu sein. Wie arbeiten Chats, Foren, Online-Beratungsangebote, wie vernetzen sie sich, wo gibt es Potential für Verbesserungen?

Eine Bestandsaufnahme wird vom 1. September bis zum 31. Oktober 2008 im Auftrag der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin, Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung, und in Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig durchgeführt.

Die Wissenschaftler befragen Anbieter, die für junge Menschen online Unterstützung zu psychosozialen Lebensfragen anbieten, möchten einen Überblick über vorhandene Angebote schaffen und dazu beitragen, dass jede und jeder zügig die richtige Adresse findet. Dazu soll ein Anbieter-Katalog entstehen.

In einer zweiten Stufe der Umfrage (qualitative Erhebung, ab 1.10.2008) wird es darum gehen, ob für Jugendliche im les.bi.schwulen Coming-out oder trans*-Selbstfindungsprozess ausreichende Beratungsangebote zur Verfügung stehen, welche Probleme in der Kommunikation über das Internet auftreten können und wie ihnen begegnet wird.

Alle Selbsthilfeprojekte sowie alle professionellen oder kommerziellen Projekte, die online Beratung für junge Menschen anbieten, sind eingeladen, sich an der Umfrage zu beteiligen.

Ansprechpartnerinnen:
Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Meike Watzlawik und Friederike Wenner
kontakt [at] online-gut-beraten [punkt] de

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