Aids ist eine weltweite Katastrophe und nicht heilbar. Deshalb wird am 1. Dezember eines jeden Jahres auf das Thema aufmerksam gemacht, Solidarität mit Betroffenen gezeigt und aufgeklärt.

Der Welt-Aids-Tag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und 1988 das erste Mal durchgeführt. Das internationale Motto für die kommenden Jahre lautet: “Stop AIDS. Keep the Promise!” Aids geht uns alle an, ob homo, hetero oder bi.
In Deutschland wird die Welt-Aids-Tag-Kampagne von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durchgeführt. Kooperationspartner sind die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung.
Dabei gibt es auch eine gute Nachricht zu vermelden: Die weltweite Zahl der Aids-Toten und HIV-Infizierten ist im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht gesunken. In Deutschland allerdings steigt die Zahl der Neuinfektion mit HIV seit einiger Zeit wieder an. Viele fühlen sich (zu) sicher und schreiben das Problem eher den Menschen in Afrika oder Asien zu.
Das Virus interessiert es allerdings überhaupt nicht, ob jemand Mann oder Frau, heterosexuell oder homosexuell, alt oder jung, gebildet oder ungebildet, schwarz, weiß, braun, gelb, rot oder sonst etwas ist. Zur Infektion reicht ein einziger ungeschützter heterosexueller oder homosexueller Geschlechtsverkehr (auch Oral-Verkehr mit Aufnahme von Ejakulat!). Kondome aber (in Verbindung mit Gleitmitteln auf Wasser- und oder Silikon-Basis) schützen vor einer Infektion. So einfach ist wirksamer Schutz.
Alle Schleimhäute (auch die Innenseite der Vorhaut) sind potenzielle Ein- und Austrittspforten der HI-Viren. Während andere Körperflüssigkeiten (z.B. Speichel) kaum HI-Viren enthalten, sieht dies bei Ejakulat und Blut anders aus. Da bei fast jedem Geschlechtsverkehr (vaginal oder anal) winzige, mit dem bloßen Auge nicht sichtbare, Fissuren entstehen, kommt es bei Verkehr ohne Kondom zu direktem Kontakt zwischen den potenziellen Ein- und Austrittspforten der HI-Viren (Schleimhäute, die Viren abgeben oder aufnehmen können), das reicht bereits für eine Übertragung, auch ganz ohne Ejakulation, welche das Risiiko dann allerdings noch einmal erhöht.
Kostenloses Informationsmaterial, Testmaterialien und Beratungsangebote bieten die örtlichen AIDS-Hilfen oder die Deutsche AIDS-Hilfe e.V., Wilhelmstraße 138, 10963 Berlin.
Außerdem betreut die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. Kampagnenseiten im Internet, beispielsweise Herzenslust für Schwule, Bisexuelle und MSM in NRW oder ‘Ich weiß was ich tu’, einer Website mit Tipps zum Safer Sex, Infos und Community.
(UNAIDS, DAH, Knüppel)