Homo-Adoption in Dänemark

Das Parlament in Dänemark hat die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare gebilligt. Ein entsprechendes Gesetz wurde zum März 2009 in Kopenhagen mit den Stimmen der Opposition beschlossen. Für die Gesetzesvorlage des parteilosen Abgeordneten Simon Emil Ammitzbøll stimmten 62 Abgeordnete. 53 votierten dagegen, Homo-Paare im Adoptionsrecht mit Heterosexuellen gleichzustellen.

Das nordische Land erwies sich bereits als Vorreiter, indem es 1989 als weltweit erster Staat die sogenannte “Homo-Ehe” unter dem Namen der “Eingetragenen Partnerschaft” einführte. Weiterhin haben gleichgeschlechtliche Paare bereits seit 1999 die Möglichkeit der Adoption des Kindes des Partners. Eine Adoption von Kindern, die nicht von einem der beiden Partner abstammen, war bisher noch nicht möglich.

Dänemark ist nunmehr das sechste EU-Land, das keine Unterscheidungen zwischen gleichgeschlechtlichen und verschiedengeschlechtlichen Paaren in Bezug auf das Adoptionsrecht vollzieht.

  • In Deutschland steht gleichgeschlechtlichen Paaren seit 2005 die Stiefkindadoption offen, so dass Kinder also nunmehr rechtlich zwei Eltern desselben Geschlechts bekommen können. Eine gemeinsame Annahme von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare ist hingegen nicht gestattet.
  • In Österreich wurde, obwohl eine den verschiedengeschlechtlichen Paaren weitgehend gleichgestellte Eingetragene Partnerschaft vorgesehen ist, die Adoption ausdrücklich ausgenommen.
  • In der Schweiz ist eingetragenen Partnern die Adoption auch durch einen der Partner allein ausdrücklich verboten.

Die gemeinsame Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare ist derzeit in Australien (regional: Westaustralien und Australian Capital Territory), Belgien, Dänemark, England, Finnland, Island, Israel, Teilen Kanadas, den Niederlanden, Norwegen, Nordirland und Wales, Schottland, Schweden, Spanien und in den Vereinigten Staaten (regional: Colorado, Connecticut, Kalifornien, Massachusetts, New Mexico, New Jersey, New Hampshire, New York, Ohio, District of Columbia, Vermont, Washington und Wisconsin) erlaubt.

(Quelle: derStandard.at; wikipedia)

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