Gedenken an NS-Verfolgte

Am 27. Januar 2010 wird der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Anlass ist der 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas laden aus diesem Anlass zu einer Feierstunde am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin-Tiergarten.

Bei der Veranstaltung, die um 13.30 Uhr beginnt, soll im Rahmen einer Totenehrung der im „Dritten Reich“ verfolgten und ermordeten Homosexuellen gedacht werden. Im Anschluss an die Gedenkstunde besteht die Möglichkeit, Blumen und Kränze niederzulegen.

Die Nationalsozialisten hielten Homosexualität für eine „widernatürliche Veranlagung“, für eine den so genannten „Volkskörper“ schädigende „Seuche“, die „auszurotten“ sei. Schon kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurden im März 1933 die schwulen und lesbischen Kneipen Berlins geschlossen worden. Die gesamte Infrastruktur der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, Lokale, Vereine, Verlage und Zeitschriften wurden aufgelöst, zerschlagen und zerstört.  Im Herbst 1934 setzte die systematische Verfolgung homosexueller Männer ein. Über 100.000 Männer wurden polizeilich erfasst, rund 50.000 nach § 175 verurteilt. Etwa 10.000 schwule Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt, mit dem „Rosa Winkel“ erniedrigt, bestialisch gefoltert. Viele von ihnen wurden zu Tode geschunden oder ermordet.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.homosexuellen-denkmal.de
www.rosa-winkel.de

Inhaltsquelle: © LSVD Berlin-Brandenburg
Bildquelle: (cc)
queer.kopf

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