Die ganze CSD-Woche, die noch bis zum 13. Juli gefeiert wird, steht unter dem Motto „Wir sind Familie! We are family! Egy család vagyunk!”. Partnerland ist in diesem Jahr Ungarn.
In der ungarischen Hauptstadt Budapest fand die CSD-Demonstration bereits am vergangenen Wochenende statt. Diese wurde von militanten Rechtsextremisten angegriffen, die rund 1.500 Teilnehmenden mit Steinen und Flaschen attackiert (homonauten berichtete).
„Die gewalttätigen Übergriffe gegen Schwule und Lesben in Ungarn besorgen uns sehr. Auch wenn Budapest weit weg zu sein scheint, machen uns die Attacken auf den dortigen CSD sehr betroffen. Denn sie zeigen, dass es weltweit immer noch starke Vorurteile gegen alternative Lebensentwürfe gibt und Gleichberechtigung nicht selbstverständlich ist, sondern Tag für Tag neu erkämpft werden muss“, so der Leipziger CSD-Sprecher Daniel Gollasch.
Am Samstag dem 12. Juli startet in Leipzig um 14 Uhr die große Abschlussdemonstration des Christopher-Street-Days. Treffpunkt ist der Nikolaikirchhof, danach geht es quer durch die Innenstadt. Wie in Budapest werden mehr als 1.000 Menschen erwartet, die für Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und Transgendern demonstrieren werden. Im Anschluss findet auf dem Nikolaikirchhof das CSD-Straßenfest statt.
Künstler wie SAFI und Ingeborg, WIWA, die HomoErotischenUnion und Nina Queer sorgen für beste Unterhaltung. Leipziger Politiker aus dem Stadt-, Landes-, Bundes- und Europaparlament beziehen Stellung zu den Vorgängen in Ungarn und zu Fragen der Schwulen- und Lesbenpolitik.
Die Veranstalter des CSD rufen alle Leipzigerinnen und Leipziger auf, gegen Gewalt und für Gleichberechtigung gegenüber Schwulen, Lesben und Transgender Farbe zu bekennen!
(Daniel Gollasch)


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