Wien befindet sich zur Faschingszeit im Ausnahmezustand. Überall locken Veranstaltungen und kulturelle Ereignisse Besucher aus Nah und Fern an. Gesellschaftlicher Höhepunkt ist zweifelsohne der Wiener Opernball mit seinen bis zu 12.000 Besuchern aus allen (d.h. gehobeneren) sozialen Schichten des In- und Auslandes.
Von Kritikern wird der Wiener Opernball allerdings auch gern als eine elitäre und selbstgefällige Inszenierung bezeichnet. Zeitgleich zum traditionellen Wiener Opernball findet jedes Jahr eine ganz besondere Parallelveranstaltung statt: Der Wiener Rosenball. Dort hüllt sich unter anderem die schwule und lesbische Szene in glamouröse Roben. Die Kostümierung steht im Mittelpunkt des Abends und wird nur durch die eigene Fantasie begrenzt: Erlaubt ist alles, was glamourös, extravagant und verführerisch ist.
Das Palais Auersperg verwandelte sich am 31. Januar 2008 unter dem Motto: „Black Pearls“ in einen schillernden Schauplatz der märchenhaften Mystik und verführerischen Fantasie. Ein Ballgast beschreibt ihn als Treffpunkt von „lustig angezogenen Menschen, die sich alle gut verstehen.“ Die Stimmung ist ausgelassen, Lebensfreude, Glamour und ein erotisches Knistern liegen in der Luft. An diesem Abend werden die Besucher in eine glitzernde und extravagante Welt abseits des Alltags entführt und können ihrer Phantasie freien Lauf lassen.
Die inzwischen legendäre Ballmutter Miss Candy performte gemeinsam mit ihren Shiny Pearls wieder den zentralen Showact und begrüßte eine Vielzahl von Künstlern, die für exaltiertes Entertainment und Qualität bürgen. Ganz im Zeichen der Vielfalt, Offenheit und Freiheit des eigenen Seins wurde bis in die nächsten Vormittagsstunden ausgelassen gefeiert und getanzt.
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