Heute beginnt das letzte Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft. Das Spiel gegen Finnland, das ab 18 Uhr live von der ARD übertragen wird, steht unter dem Motto “Gegen Homophobie im Fußball”. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will mit dieser Aktion ein Zeichen setzen und sein Engagement gegen die Diskriminierung homosexueller Spieler verstärken, denn trotz gestiegener gesellschaftlicher Akzeptanz gibt es keinen aktiven Profi-Fußballer, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt.
Der Fan-Club Nationalmannschaft lädt heute zu einem Runden Tisch mit dem Präsidenten des DFB, Theo Zwanziger, sowie Vertretern lesbisch-schwuler Fanclubs und ehemaligen Spielern ein. Die Diskussionspartner werden die gemeinsame Erklärung „Gegen Diskriminierung im Fußball“ unterzeichnen.
Außerdem wirbt der DFB mit einem Flyer, der deutschlandweit in Stadien verteilt wird, für mehr Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen. Europaweit werden bis Ende Oktober in mehr als 40 Ländern Aktionen gegen Rassismus und Diskriminierung gestartet.
Das überaus wichtige Engagement ist zu begrüßen und stellt ein notwendiges Zeichen der Anerkennung und des Schulterschlusses mit der Gay-Community dar. Insbesondere durch das persönliche Engagement des DFB-Präsidenten mag es gelingen, die öffentlich zur Schau gestellte Diskriminierung sowie Hetzkampagnen gegenüber Lesben und Schwulen im Umfeld von Stadien und Fußballvereinen zu ächten. Ob hiermit auch die private Meinung der Fans geändert und Vorurteile abgebaut werden können, bleibt wenigstens zu hoffen.
Inhaltsquelle: focus.de
Bildquelle: (cc) Der Toco


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