Mai 6, 2008

HIV-Neuinfektionen ansteigend

Die Zahl der HIV-Neudiagnosen ist weiter gestiegen, meldet das Robert Koch-Institut. Eine mögliche Ursache sei die hohe Rate von Syphilis-Infektionen, die die Verbreitung des Aids-Virus begünstige.

Für das Jahr 2007 wurden insgesamt 2.752 neu diagnostizierte HIV-Infektionen an das Robert-Koch-Institut übermittelt. Gegenüber dem Jahr 2006 ist dies eine Zunahme um vier Prozent, so die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung. Die HIV-Neudiagnosen bei Frauen sind gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent deutlich gesunken, bei Männern sind die Neudiagnosen um 8 Prozent gestiegen. Bei intravenös Drogengebrauchenden sowie Migrantinnen und Migranten gingen die HIV-Diagnosen zurück.

Wichtigste Betroffenengruppe sind mit 65 Prozent nach wie vor Männer, die Sex mit Männern haben. Bei ihnen stieg die Zahl der Neudiagnosen erneut überdurchschnittlich an, im Jahr 2007 um 12 Prozent gegenüber 2006. Auch bei Personen mit Angabe eines heterosexuellen Infektionsrisikos stieg die Zahl der HIV-Neudiagnosen erneut, um 7,5 Prozent im Jahr 2007 gegenüber 2006.

„Eine der bislang wenig bekannten Ursachen für den Anstieg ist die hohe Zahl der Syphilis-Infektionen in Deutschland.“ (Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts)

Die relativ hohe Rate von Syphilis-Infektionen wirkt sich begünstigend auf die Verbreitung des Aids-Virus aus, betonen die Forscher. Das Syphilis-Bakterium und andere sexuell übertragbare Erreger führen über die Förderung von entzündlichen Prozessen dazu, dass daran Erkrankte sich leichter mit HIV anstecken.

Weiterlesen

Mai 3, 2008

Kaum Homosexuelle in den USA?

Eine amerikanische Umfrage will herausgefunden haben, dass nur 2,9 Prozent der US-Bevölkerung sich selbst als lesbisch, schwul oder bisexuell bezeichnen.

Wie das Magazin gay.com berichtet, wurden für diese Umfrage des amerikanischen Hunter College 768 US-Bürger zufällig ausgewählt und telefonisch zu ihrer sexuellen Einstellung befragt. In Auftrag gegeben wurde sie von der Human Rights Campaign Foundation.

Die Ergebnisse des Hunter College sind nicht ohne Widerspruch zu anderen Untersuchungen, denen zufolge Lesben, Schwule und Bisexuelle durchschnittlich 4 bis 5 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen.

Unter der Leitung von Professor Patrick Egan von der New York University wurde weiterhin herausgefunden, dass sich Lesben, Schwule und Bisexuelle im Vergleich zu Heterosexuellen stärker politisch engagieren und dies mit Faktoren des Coming-Outs zusammenhinge.

Prof. Egan arbeitet ebenfalls heraus, dass jüngere Homosexuelle zwischen 18 und 25 Jahren sich verstärkt mit Fragen nach Heirat und Adoptionsmöglichkeiten beschäftigen, während bei Älteren ab 65 Jahren eher der Wunsch nach gesetzlichem Schutz vor der Diskriminierung des Privatlebens und am Arbeitsplatz Priorität habe. Die Ergebnisse zeigten auch, dass der Anteil von Homo- oder Bisexuellen bei Frauen und Männern ungefähr gleich hoch sei, wobei sich Frauen sich aber doppelt so häufig als bisexuell identifizieren würden als Männer.

Weiterlesen

Februar 17, 2008

Homosexualität im Arbeitsumfeld

Die Goethe Universität Frankfurt und die Wirtschaftsuniversität Wien widmet sich in einem Forschungsprojekt dem Thema “Sexuelle Orientierung im Arbeitskontext”.

Diversity Management ist zu einem neuen Schlagwort für zukunftsweisende Unternehmensführung geworden. Kern dieser Strategie ist die Wertschätzung der Vielfalt, welche auf Seiten der Beschäftigten und Kundschaft eines Unternehmens besteht.

Ein wesentlicher Aspekt dieser Vielfalt ist die sexuelle Orientierung. Im Gegensatz zu anderen Aspekten, wie beispielsweise Geschlecht, Alter oder Ethnizität, ist die Integration der sexuellen Orientierung in bestehende Diversity Konzepte in Deutschland allerdings nur in einem sehr geringen Maße umgesetzt. Nur vier von 30 im DAX notierten Unternehmen haben hierzu Maßnahmen implementiert.

Weiterlesen

Februar 13, 2008

Studie über Regenbogenfamilien

Das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg IFB führt zurzeit eine Studie mit dem Titel “Kinder in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften” durch.

Traditionell ging man davon aus, dass eine Familie aus einem heterosexuellen Elternpaar und einem oder mehreren leiblichen Kindern besteht. Allerdings gibt es eine Gruppe von Familien, mit der sich bislang weder die staatliche Familienpolitik noch die Familienforschung umfassend befasst hat: Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern. Das Projekt widmet sich daher der Lebensrealität von Regenbogenfamilien unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses ihres rechtlichen und sozialen Kontextes.

Weiterlesen

Februar 8, 2008

Studie über schwule Partnersuche

Die ADAM Studie auf dem homo.net Kontaktportal beschäftigte sich mit dem Partnersuchverhalten der schwulen Sex- und Beziehungssuchenden.

Auf homo.net wurden fast 23.000 Nutzerprofile gesichtet, wobei einzelne User völlig anonym blieben. So wurden nur bestimmte Merkmale wie „Alter“ oder „Suche nur Sex“ verglichen.

Wichtige Ergebnisse:

  • Das Durchschnittsalter der registrierten Partnersuchenden beträgt 36 Jahre, 88 % der Suchenden ist zwischen 18 bis 50 Jahre alt.
  • Aktive oder passive Rolle beim Analverkehr: 78 % der homo.net-User sind nicht festgelegt.
  • 65 % der Nutzer suchen Sex, wobei die reine Sexorientierung mit dem Alter zunimmt. Überraschend: Jüngere Teilnehmer bis 24 Jahre sind weniger sexorientiert: 48 % äusserten Beziehungswünsche wie „sich unterhalten“, „Schmusen“ oder „Freundschaft“. Bei den 35-39jährigen wollten nur noch 32 % etwas anderes als Sex.
  • „Beziehung“ Suchende haben eine geringere Alterstoleranz als „Sex“ Suchende. „Sex“ Suchende auf homo.net akzeptieren durchschnittlich bis zu 16 Jahre ältere Partner. „Freundschaft“ Suchende wollen Gleichaltrige; die Partner sollen im Durchschnitt nicht mehr als fünf Jahre älter sein.

Die Studie wurde durchgeführt von ADAM, einem Magazin für Schwule, welches neben erotischen Fotostrecken auch fundierte Reportagen zur Sexualität, frisch recherchierte Reise-News sowie Neuigkeiten zu Themen wie Film, Kino oder Büchern bietet sowie vom schwulen Kontaktportal homo.net, welches kostenlose Partnervermittlung, Userhomepages und Kleinanzeigen und einen interaktiven Cityguide für ganz Deutschland für Schwule anbietet.

Alle detaillierten Ergebnisse der homo.net Studie von ADAM können über dem Redakteur des ADAM Magazins, Wolfgang Fey, unter der Email-Adresse a...@foerstermedia.com bezogen werden.

(Quelle: Pressemitteilung)

Technorati-Tags: schwul, , , forschung, , , , , homosexualität, , bericht