Der Streit um die rechtliche und amtliche Anerkennung der sogenannten “Homo-Ehe” beschäftigt die Gesetzgebung. In Europa stellt sich die Situation landesspezifisch und differenziert dar.

Abgeordnete des Europäischen Parlaments fordern nun die europaweite Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, die in einem EU-Land geschlossen wurden.
Differenzierte Situation in Europa
Einerseits gibt es in Europa liberale Staaten wie die Niederlande, Belgien, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich, die ihre Ehe für Lesben und Schwule nahezu vollständig geöffnet haben. Die Mehrzahl der anderen europäischen Länder haben hingegen Regelungen für gleichgeschlechtliche Partnerschaften getroffen mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten, aber keiner vollständigen Gleichstellung mit der heterosexuellen Ehe. Und am anderen Ende stehen die meisten osteuropäischen Staaten und Österreich, die keinerlei amtliche Anerkennung bieten.
Ablehnung in Portugal
Das Parlament in Portugal hat vor Kurzem zwei Gesetzesentwürfe für die Legalisierung von Ehen gleichgeschlechtlicher Partner abgelehnt. Entscheidend waren nach einem Bericht der Zeitung derStandard.at die Stimmen des mit absoluter Mehrheit regierenden Partido Socialista (PS) von Ministerpräsident José Sócrates.
Die Sozialisten betonten, dass vor einer möglichen Legalisierung der Homo-Ehe zunächst eine breite gesellschaftliche Diskussion erfolgen solle. Hintergrund scheint die Befürchtung des Verlustes von Wählerstimmen im Vorfeld des kommenden Wahlkampfes zu sein. Die Befürworter hingegen argumentierten auf Grundlage der Verfassung, die eine Benachteiligung aufgrund der sexuellen Orientierung seit 2004 verbiete. Ein erneuter Anlauf kann nun erst nach den Wahlen 2009 genommen werden.
Homo-Ehe auch in Connecticut
Anders stellt sich die Lagen in den USA dar. Nach den Entscheidungen der Richter in Kalifornien und Massachussets gegen das Eheverbot für schwule und lesbische Paare ist nun Connecticut das dritte amerikanische Bundesland, in dem die Homo-Ehe ermöglicht wurde.
Die Richter argumentierten in ihrem Urteilsspruch, dass die institutionelle Trennung von heterosexuellen und homosexuellen Paaren einen erkennbaren Nachteil darstelle und verfassungswidrig sei. Die republikanische Gouverneurin des Staates, Jodi Rell, lies in einer Stellungnahme mitteilen, dass sie nicht glaube, dass dieses Urteil die Mehrheit der Bevölkerung in Connecticut repräsentiere.
Die Regierung um George W. Bush betont weiterhin, dass im geltenden Bundesrecht die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert wird.


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