Die weltweit größte Reisemesse ITB 2008 zeigt neue Trends zu den wichtigen und lukrativen Standbeinen der Reisebranche. Zu denen zählen spezielle Konzepte für Lesben und Schwule.
Auf der Internationalen Tourismusbörse ITB Berlin 2008 päsentiert sich vom 5. bis 9. März 2008 die gesamte Vielfalt des Reisens: Länder, Zielgebiete, Veranstalter, Buchungssysteme, Verkehrsträger, Hotels und alle anderen, die ihren Kunden die schönsten Wochen des Jahres noch angenehmer machen möchten.
Die ITB, die als Konjunkturbarometer der globalen Reiseindustrie und als "erfolgreichste Touristik-Messe der Welt" (Eigenwerbung) gilt, bewirbt auch in diesem Jahr wieder das schwule und lesbische Reisesegment. Neben einer Mittelmeer-Kreuzfahrt für Lesben und Tauchschulen für Schwule auf Bali finden sich auch organisierte Gruppenfahrten durch die deutschen Lande.
Das Reisesegment für Lesben und Schwule erweist sich deshalb als besonders attraktiv für die Veranstalter, da Homosexuelle zu den so genannten "DINKS" ("Double Income, No Kids" – kinderlose Doppelverdiener) zählen und somit einer hoch attraktiven Zielgruppe zugerechnet werden, an die besondere Erwartungen geknüpft sind. Es wird ein hohes Einkommen mit finanzieller Unabhängigkeit vorausgesetzt, das im Konsum eher auf Luxusgüter orientiert und nicht durch familiäres Versorgungsdenken eingeschränkt ist.
Allerdings werde die Nachfrage durch hohe Ansprüche der Reisenden bestimmt und ein "gay-friendly" führe nicht automatisch dazu, dass ein Hotel von homosexuellen Reisenden eingerannt werde (fr-online). Laut einer Studie der "European Gay and Lesbian Travel Association" EGLTA geben allein die deutschen Lesben und Schwulen rund 20,4 Milliarden Euro jährlich für Reisen aus.


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