September 5, 2008

Toleranz im Berufsleben

Eine große Mehrheit der Amerikaner spricht sich für die Toleranz von lesbischen und schwulen Kollegen aus und will die Diskriminierung am Arbeitsplatz beenden. Ein tolerantes Betriebsklima kommt dabei auch dem Arbeitgeber und dessen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zugute.

Schwuler Betriebsausflug - (c) mickebear via flickr

In einer Umfrage von Out & Equal, bei der 2.600 US-Bürger zu ihrer Einstellung gegenüber homosexuellen Kollegen befragt wurden, gaben knapp 80 Prozent an, dass die sexuelle Ausrichtung am Arbeitsplatz keine Rolle spielt. Knapp 90 Prozent gaben weiterhin an, dass es ihnen egal wäre oder sie es begrüßten, wenn sich ein Kollege outen würde.

Dem gegenüber erklärten die befragten Lesben und Schwulen allerdings, dass Diskriminierung am Arbeitsplatz noch immer latent präsent sei. 65 Prozent gaben an, schon einmal Opfer solch einer Diskriminierung gewesen zu sein und 36 Prozent hätten sich noch nicht am Arbeitsplatz geoutet.

Ein offenes und tolerantes Betriebsklima kommt dabei nicht nur den Angestellten zugute, sondern auch die Firma kann von Diversität und der Achtung der Vielfalt profitieren.

Diversität sorgt nicht nur für positive PR sondern auch für Anerkennung in der Öffentlichkeit. Der Jeanshersteller Levi’s, das Touristenamt von Paris und der Autobauer BMW sind beispielsweise von der US-Homo-Gruppe “Commercial Closet Association” mit Preisen für Werbung mit schwul-lesbischen Inhalten ausgezeichnet worden. Ebenso kann die homosexuelle Zielgruppe erschlossen werden, wie es derzeit die skandinavische Fluggesellschaft SAS mit einer eigenen Gay-Website vormacht.
(Quelle: Queer, PrideOne, Welt)

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