In Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat der USA, war zwischen Juni und November 2008 die gleichgeschlechtliche Ehe rechtlich erlaubt. Allerdings erwirkten die Gegner mit einer Unterschriftensammlung eine Volksabstimmung, sodass im November 2008 erfolgreich über ein neuerliches Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe abgestimmt wurde. Nun entschied ein US-Bundesgericht, dass hiermit der Grundsatz der Gleichbehandlung verletzt wird. Das Verbot der Homo-Ehe in Kalifornien ist deshalb verfassungswidrig.
Der gesellschaftliche Kampf um die sogenannte Homo-Ehe geht in die nächste Runde. Ab Juni 2008 war diese Eheform rechtlich zulässig und erfuhr eine enorme bundesweite Unterstützung. Doch gleichzeitig erwirkten die Gegner mit einer Unterschriftensammlung eine Volksabstimmung, sodass am 4. November 2008 nicht nur über Barack Obama als neuen Präsidenten der USA abgestimmt wurde, sondern auch über ein neuerliches Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe.
In dieser Zeit lieferten sich die Gegner und Befürworter der “Proposition 8″ über die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen in Kalifornien eine verbitterte Schlammschlacht. Bei dem Referendum stimmte eine Mehrheit der Bevölkerung dafür, dass als Ehe nur die Verbindung zwischen Mann und Frau definiert werden darf. Zwischenzeitlich bekräftigte der Oberste Gerichtshof Kaliforniens erneut das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe, womit das Ergebnis der Volksabstimmung im November 2008 weiterhin gültig blieb.
Nun gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Ein US-Bundesgericht hat kürzlich entschieden, dass das Verbot der Homo-Ehe in Kalifornien dem Grundsatz der Gleichbehandlung verletze und deshalb verfassungswidrig sei. Zahlreiche Lesben und Schwule feierten diese Gerichtsentscheidung.
Dieses Urteil sichert Schwulen und Lesben in Kalifornien den vollen legalen Schutz und die Absicherungen zu, die meiner Meinung nach jedermann zustehen. (Arnold Schwarzenegger, republikanischer Gouverneur Kaliforniens)
Leider ist mit dieser Gerichtsentscheidung die Eheschließung zwischen Lesben oder Schwulen noch nicht wieder möglich, und auch die Gegner der Homo-Ehe kündigten umgehend Berufung gegen das Urteil an. Viele Experten gehen davon aus, dass der Fall bis vor den Obersten Gerichtshof in Washington gebracht wird.
In den fünf US-Bundesstaaten Connecticut, Massachusetts, Iowa, Maine und Vermont dürfen gleichgeschlechtliche Paare den Bund fürs Leben schließen. In knapp 30 der 50 Bundesstaaten ist hingegen die Ehe ausschließlich zwischen Mann und Frau definiert.
Unser Autor freut sich über die Entscheidung und hofft, bald wieder fröhlichere Gesichter in der Castro Street in San Francisco beobachten zu können.


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