April 17, 2007

Buchtipp: Anderes Ufer, andere Sitten

Die Geschwister Ariane und Björn Grundies sind beide homosexuell und haben den Eindruck, dass sie von Heterosexuellen überhaupt nicht verstanden werden. Anscheinend haben Heteros null Peilung, wenn sie Menschen mit einer anderen Sexualität treffen. Klischees, Vorurteile und zusammengezimmerte Rollenbilder bestimmen dann deren Denken.

Buchcover - Anderes Ufer, andere Sitten - Amazon

Um diesen Mißstand aus der Welt zu räumen, hat Ariane Grundies nun ein neues Buch geschrieben, welches Heterosexuelle an das Leben Homosexueller heranführen soll: “Anderes Ufer, andere Sitten. Eine Gebrauchsanleitung”. Darin werden ganz profane Alltagsfragen (“Ist jeder schwul, der ein Ohrstecker trägt?”) oder Unsicherheiten (“Was tun in einer Schwulenbar?”) aufgegriffen, beleuchtet und oftmals auch mit Gegenklischees erklärt. Mit diesen Tipps bestens ausgerüstet macht sich von nun an kein Hetero mehr lächerlich.

Falls du also deinen Freunden die homosexuelle Welt in einer humorvollen und verständlichen Art näher bringen und zum intersexuellen Gedankenaustausch anregen möchtest, dann ist dieses Buch einen genaueren Blick wert. Damit wär auch gleich mit den Vorurteilen Schluss, alle heterosexuellen Freundinnen von Schwulen würden Gaby heißen und alle Lesben truckerfahrende Monster sein.

Grafik: Pfeil weiter Weitere Informationen zum Buch bei Amazon

September 4, 2006

Lesung von Stephan Niederwieser

Was für einen Anwalt das deutsche Recht und für einen Gläubigen die Bibel ist, ist für einen Homosexuellen Niederwiesers Roman “Eine Wohnung mitten in der Stadt”. Gut, das ist vielleicht etwas übertrieben, jedoch haben die Bücher von Stephan Niederwieser die Grenzen der deutschen homosexuellen Literatur erweitert und sogar aufgebrochen.

In der großen Auswahl schwullesbischer Literatur findet man kaum einen Autor der wirklich lesenswert schreiben kann und dabei nicht nur seine eigenen Erfahrungen geschickt in unsere Bücherregale bringen möchte. Im absoluten Gegensatz dazu steht Niederwieser.

In seinen Büchern stehen die Träume der Akteure, ihre Erfahrungen und Ihr homosexuelles Leben im Vordergrund. Dabei können wir immer wieder erkennen, dass schwule Literatur ebenso bunt sein kann, wie wir es selber sind.

Am kommenden Donnerstag wird uns Stephan Niederwieser Einblicke in seinen neuen Roman “Zumindest manchmal” geben.

Kurztext:
Als der 33-Jährige René an ein scheinbar bedeutungsloses Abenteuer anknüpft, taucht er in ein Leben ein, das ihm völlig fremd ist, aber dennoch allzu vertraut. Und er verliert sich darin, bis er etwas findet, das kostbarer ist als Freundschaft.

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Stephan Niederwieser liest aus
“Zumindest Manchmal”
Buchhandlung Habel, Am Anger 7, Erfurt
Beginn 20:00 am Donnerstag – 7. September
Karten unter: www.csd-thueringen.de
Mehr Infos unter: www.stephan-niederwieser.de

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Eine Wohnung mitten in der Stadt.  Zumindest manchmal. Roman