September 1, 2008

Ehen binden die Partner

Lesben und Schwule bleiben deutlich länger zusammen, wenn sie nicht nur in einer Partnerschaft leben, sondern eine “Homo-Ehe” eingehen. Das ist das Ergebnis einer US-Studie.

Die Studie verglich Partnerschaften von Lesben und Schwulen mit ihren heterosexuellen Pedanten. In den vergangenen fünf Jahren wurden insgesamt 65 schwule und 138 lesbische Paare in eingetragenen Partnerschaften sowie 23 schwule und 61 lesbische Paare ohne Homo-Ehe befragt.

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Juni 19, 2008

Umfrage zu schwulen Fussballspielern

Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen wollen Licht in bislang stark tabuisiertes Thema bringen und bitten zur Teilnahme an einer anonymen Umfrage über Homosexualität im Fußball.

Während in anderen gesellschaftlichen Bereichen wie Politik und Kultur gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften als nahezu selbstverständlich betrachtet werden, ist im Fußball Homosexualität noch immer ein tabuisiertes Thema. Schwule Spieler – so scheint es – kommen in den Stadien wider alle statistische Wahrscheinlichkeit nicht vor. Homosexualität im Profisport scheint stark von einem idealisierten Männlichkeitsbild überlagert zu werden (wir berichteten).

Bislang liegen allerdings keine verlässlichen Daten über den tatsächlichen Anteil homosexueller Männer in der Fußballwelt vor. So ist unklar, ob schwule Männer im Vereinsfußball weniger stark vorkommen, als in anderen Bereichen.

Ziel einer mehrwöchigen Online-Umfrage, die von Dr. Mathias Reiser (Arbeitsbereich Sportpsychologie/Bewegungswissenschaft, Prof. Dr. Jörn Munzert) und Dr. Heiko Maurer (Arbeitsbereich Trainingswissenschaft, Prof. Dr. Hermann Müller) am Institut für Sportwissenschaft der Universität Gießen durchgeführt wird, ist es, den relativen Anteil homosexueller Fußballspieler zu ermitteln und Einstellungen zum Thema “Homosexualität im Fußball” zu erheben.

Die anonyme Umfrage richtet sich an aktive Vereinsspieler (Männer) sowie an Fußballfans (Männer und Frauen). Sie bedient sich einer Fragetechnik (Randomized-Response-Technik), die größtmögliche Vertraulichkeit bei Auskunft zu sensiblen Fragen sicherstellt.

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Mai 6, 2008

HIV-Neuinfektionen ansteigend

Die Zahl der HIV-Neudiagnosen ist weiter gestiegen, meldet das Robert Koch-Institut. Eine mögliche Ursache sei die hohe Rate von Syphilis-Infektionen, die die Verbreitung des Aids-Virus begünstige.

Für das Jahr 2007 wurden insgesamt 2.752 neu diagnostizierte HIV-Infektionen an das Robert-Koch-Institut übermittelt. Gegenüber dem Jahr 2006 ist dies eine Zunahme um vier Prozent, so die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung. Die HIV-Neudiagnosen bei Frauen sind gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent deutlich gesunken, bei Männern sind die Neudiagnosen um 8 Prozent gestiegen. Bei intravenös Drogengebrauchenden sowie Migrantinnen und Migranten gingen die HIV-Diagnosen zurück.

Wichtigste Betroffenengruppe sind mit 65 Prozent nach wie vor Männer, die Sex mit Männern haben. Bei ihnen stieg die Zahl der Neudiagnosen erneut überdurchschnittlich an, im Jahr 2007 um 12 Prozent gegenüber 2006. Auch bei Personen mit Angabe eines heterosexuellen Infektionsrisikos stieg die Zahl der HIV-Neudiagnosen erneut, um 7,5 Prozent im Jahr 2007 gegenüber 2006.

„Eine der bislang wenig bekannten Ursachen für den Anstieg ist die hohe Zahl der Syphilis-Infektionen in Deutschland.“ (Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts)

Die relativ hohe Rate von Syphilis-Infektionen wirkt sich begünstigend auf die Verbreitung des Aids-Virus aus, betonen die Forscher. Das Syphilis-Bakterium und andere sexuell übertragbare Erreger führen über die Förderung von entzündlichen Prozessen dazu, dass daran Erkrankte sich leichter mit HIV anstecken.

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Februar 17, 2008

Homosexualität im Arbeitsumfeld

Die Goethe Universität Frankfurt und die Wirtschaftsuniversität Wien widmet sich in einem Forschungsprojekt dem Thema “Sexuelle Orientierung im Arbeitskontext”.

Diversity Management ist zu einem neuen Schlagwort für zukunftsweisende Unternehmensführung geworden. Kern dieser Strategie ist die Wertschätzung der Vielfalt, welche auf Seiten der Beschäftigten und Kundschaft eines Unternehmens besteht.

Ein wesentlicher Aspekt dieser Vielfalt ist die sexuelle Orientierung. Im Gegensatz zu anderen Aspekten, wie beispielsweise Geschlecht, Alter oder Ethnizität, ist die Integration der sexuellen Orientierung in bestehende Diversity Konzepte in Deutschland allerdings nur in einem sehr geringen Maße umgesetzt. Nur vier von 30 im DAX notierten Unternehmen haben hierzu Maßnahmen implementiert.

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Februar 13, 2008

Studie über Regenbogenfamilien

Das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg IFB führt zurzeit eine Studie mit dem Titel “Kinder in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften” durch.

Traditionell ging man davon aus, dass eine Familie aus einem heterosexuellen Elternpaar und einem oder mehreren leiblichen Kindern besteht. Allerdings gibt es eine Gruppe von Familien, mit der sich bislang weder die staatliche Familienpolitik noch die Familienforschung umfassend befasst hat: Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern. Das Projekt widmet sich daher der Lebensrealität von Regenbogenfamilien unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses ihres rechtlichen und sozialen Kontextes.

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