Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat die Kritik des Parlamentarischen Geschäftsführers der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, an den Gesprächen zwischen dem Vatikan und der traditionalistischen Piusbruderschaft zurückgewiesen. (domradio.de)
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Kirche in Bewegung
In der katholischen und evangelischen Kirche hält die Moderne schrittweise Einzug. Papst Benedikt XVI hat in seinem Buch “Das Licht der Welt” erklärt, dass Kondome unter gewissen Umständen und im begründeten Einzelfall das katholische Verbot der künstlichen Verhütungsmittel gelockert. Demnach dürfen Prostituierte etwa zur Vorbeugung gegen eine Infektion mit HIV das Kondom verwenden. Auch die evangelische Kirche ist auf dem Weg zu einem akzeptierten Umgang mit lesbischen und schwulen Priestern, denn diese dürfen in Bayern künftig mit ihrem Lebenspartner gemeinsam im Pfarrhaus wohnen.
Kein Zölibat für schwule Pfarrer
Pfarrer der größten evangelisch-lutherischen Kirche der USA dürfen in Zukunft gleichgeschlechtliche Partnerschaften eingehen. Voraussetzung für die Aufhebung des Zölibats ist, dass es sich um eine lebenslang ausgerichtete Verbindung zwischen den Männern bzw. Frauen handelt. Dies geht aus einem Beschluss der Jahrestagung der Kirche hervor, bei dem 559 Delegierte für die Neuregelung und 451 dagegen stimmten.
In dubio pro Vaticano
Seit Jahresbeginn 2009 setzt der Vatikan wieder auf die eigene Souveränität und ist nicht länger an die Rechtsnormen des italienischen Staates gebunden. Damit gilt für den vatikanischen Staat und seine Untertanen nicht mehr der italienische Gesetzeskodex.

Der Papst Benedikt XVI unterzeichnete im Oktober ein Gesetz, in dem der Vatikan eine Abkehr vom italienischen Recht vollzieht. Hintergrund scheint unter anderem der Streit um nicht akzeptable Gesetze zu sein, beispielsweise zur Anerkennung der Homosexualität.
Schwuler Pastor
In die Kirche scheint freigeistliche Bewegung zu kommen. Nachdem zuletzt der Vatikan erklärte, die katholische Kirche respektiere die Rechte und Würde aller Menschen, anerkennt auch die evangelisch-lutherische Kirche die Homosexualität.

Im Speziellen geht es bei der evangelisch-lutherischen Landeskirche um den Umgang mit schwulen Pastoren. Hintergrund ist das Outing eines Pastors aus Hannover, der sich 1984 als einer der Ersten zu seiner Homosexualität bekannte.


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