Die anglikanische Weltgemeinschaft steht offenbar kurz vor der Aufspaltung in ein konservatives und liberales Kirchenlager. Auslöser ist die Frage nach dem Umgang mit Homosexualität.
Die anglikanische Kirche befindet sich in einer tiefen Krise und wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit aufspalten. Es gebe „keine Hoffnung mehr“ auf eine Einheit mit dem liberalen Flügel der Gemeinschaft, der homosexuelle Priester in der Kirche akzeptiert, schreibt der Erzbischof von Nigeria, Peter Akinola, in einer Erklärung der anglikanischen Traditionalisten. Zuletzt sorgte auch das öffentliche Ja-Wort zweier homosexueller anglikanischer Geistlicher in einer Kirche der Londoner City für Schlagzeilen und heftige Diskussionen.
Die Kircheneinheit könne nur durch eine „Umkehr“ der liberalen US-Anglikaner wiederhergestellt werden. Die dortige Episkopalkirche hatte die Auseinandersetzung 2003 mit der Ernennung des bekennenden Homosexuellen Gene Robinson zum Bischof von New Hampshire ausgelöst. Man habe „mit großer Anstrengung“ versucht, die Krise zu verhindern, schreibt Akinola. Nun müsse gehandelt werden, betont der konservative Kirchenflügel in seiner Erklärung. Sonst drohe die Kirche „Millionen Menschen“ vom wahren Glauben wegzuführen, der in der Heiligen Schrift offenbart sei.
Die Erklärung mit dem Titel „Der Weg, die Wahrheit und das Leben“ erscheint im Vorfeld einer Konferenz zur Zukunft der anglikanischen Weltkirche (GAFCON), die am 22. Juni 2008 in Jerusalem und Amman beginnt. Das Treffen im Vorfeld der Lambeth Conference, dem höchsten Beschlussgremium der anglikanischen Weltgemeinschaft, die Ende Juli in England tagt, gilt als entscheidend für die Entscheidungsfindung des konservativen Flügels. Als Beobachter will der homosexuelle US-Bischof Robinson an der Lambeth-Konferenz teilnehmen. Auch ohne sein Erscheinen dürfte das Thema Homosexualität ein Hauptthema der Konferenz sein.

Unter dem Motto “Du führst uns hinaus ins Weite” findet vom 21. bis 25. Mai 2008 der
Die katholische Kirche in Deutschland scheint längst nicht mehr so konservativ zu sein wie ihr Ruf. Am 12. Februar wurde der liberale Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch 
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