Webtag Archiv: toleranz

Die Freiheit der Männlichkeit

In der Postmoderne wird der schwule Mann häufig als ein Vorreiter der gesellschaftlichen Entwicklung betrachtet. Mit seinem kulturellen und sozialen Einfluss hat er insbesondere das Männlichkeitsbild der vergangenen Jahre nachhaltig geprägt. Dem Verständnis des heterosexuellen Mannes über sich und seine sexuelle Identität wurden die klassisch-maskulinen Merkmale entzogen, ebenso wie sich die Erwartungen der postmodernen Frau an das männliche Rollenverständnis veränderten. Nun ist der heterosexuelle Mann auf der Suche nach seiner neuen, befreiten Sexualität.

Die Kluft zwischen Kult und Kritik

Lesben und Schwule sind im öffentlichen Raum unserer Gesellschaft omnipräsent wie nie zuvor. Aus vereinzelten kleinen Protestbewegungen gegen Willkür und Diskriminierung entwickelte sich eine breite Emanzipationsbewegung zur Anerkennung der Bürgerrechte und einer selbstbestimmten Lebensweise. Inzwischen wird die sexuelle Freiheit in Fernsehsoaps, Kunst und Kultur, Politik, in der Wirtschaft und im Privatleben gleichermaßen proklamiert. Kaum eine andere gesellschaftliche Bewegung war innerhalb eines kurzen Zeitraums von nur 40 Jahren so erfolgreich. Doch ist Homosexualität wirklich in der gesellschaftlichen Mitte angekommen?

Gegen Homophobie im Fußball

Heute beginnt das letzte Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft. Das Spiel gegen Finnland, das ab 18 Uhr live von der ARD übertragen wird, steht unter dem Motto “Gegen Homophobie im Fußball”. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will mit dieser Aktion ein Zeichen setzen und sein Engagement gegen die Diskriminierung homosexueller Spieler verstärken, denn trotz gestiegener gesellschaftlicher Akzeptanz gibt es keinen aktiven Profi-Fußballer, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt.