Mai 3, 2008

Kaum Homosexuelle in den USA?

Eine amerikanische Umfrage will herausgefunden haben, dass nur 2,9 Prozent der US-Bevölkerung sich selbst als lesbisch, schwul oder bisexuell bezeichnen.

Wie das Magazin gay.com berichtet, wurden für diese Umfrage des amerikanischen Hunter College 768 US-Bürger zufällig ausgewählt und telefonisch zu ihrer sexuellen Einstellung befragt. In Auftrag gegeben wurde sie von der Human Rights Campaign Foundation.

Die Ergebnisse des Hunter College sind nicht ohne Widerspruch zu anderen Untersuchungen, denen zufolge Lesben, Schwule und Bisexuelle durchschnittlich 4 bis 5 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen.

Unter der Leitung von Professor Patrick Egan von der New York University wurde weiterhin herausgefunden, dass sich Lesben, Schwule und Bisexuelle im Vergleich zu Heterosexuellen stärker politisch engagieren und dies mit Faktoren des Coming-Outs zusammenhinge.

Prof. Egan arbeitet ebenfalls heraus, dass jüngere Homosexuelle zwischen 18 und 25 Jahren sich verstärkt mit Fragen nach Heirat und Adoptionsmöglichkeiten beschäftigen, während bei Älteren ab 65 Jahren eher der Wunsch nach gesetzlichem Schutz vor der Diskriminierung des Privatlebens und am Arbeitsplatz Priorität habe. Die Ergebnisse zeigten auch, dass der Anteil von Homo- oder Bisexuellen bei Frauen und Männern ungefähr gleich hoch sei, wobei sich Frauen sich aber doppelt so häufig als bisexuell identifizieren würden als Männer.

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April 8, 2008

Klassifizierte Homosexualität

Diskussion über einen Versuch zur Aufhebung der kategorialen Unterscheidung von Homosexualität und Heterosexualität sowie über das moralische Problem der Kirche.

Am Mittwoch, dem 9. April 2008, findet um 19 Uhr ein Gesprächsaustausch in der Kölner Karl-Rahner-Akademie, Jabachstraße 4-8, zum Schwerpunkt Homosexualität statt. Die Leitung hat Regina Ammicht Quinn übernommen, Professorin für theologische Ethik an der Uni Tübingen.

In ihren Thesen wehrt sich Prof. Quinn gegen die Verwendung einer geschlossenen Kategorie der “Homosexualität”, da diese Unterteilung stets einen Vergleich mit einer “normalen” Mehrheit nach sich zöge. Diese Legitimierung in ihrer biologischen Klassifizierung müsse Homosexualität nicht notwendigerweise erbringen. Quinn verweist auch darauf, dass die Unterscheidung nach Homosexualität und Heterosexualität erst ein Produkt des 19. Jahrhunderts ist.

Die Wissenschaftlerin spricht sich vielmehr für die Erweiterung jener kulturell bedingten Ordnungsversuche aus, um das Problem dualistisch konstruierter Identitäten zu umgehen. Mit einem Verweis auf kirchliche Moral- und Ethikvorstellungen hebt sie weiterhin hervor, dass Sexualität nicht mit dem Faktor Fruchtbarkeit legitimiert sein sollte, sondern auch gleichgeschlechtliche Sexualität jenseits der biologischen Funktion für eine Gesellschaft “fruchtbar” sein kann und nicht per se in die “Sündenschublade” gesteckt werden müsse.

Einen interessanten Einblick in ihre Thesen gibt das Interview des Kölner Stadt-Anzeigers mit Prof. Quinn.

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März 11, 2008

Homosexualität und Literatur

Mit der Einstellung des “FORUM Homosexualität und Literatur” steht ein bedeutendes literaturwissenschaftliches Forschungsgebiet vor dem Aus.

Der halbautobiographische Roman “Cecil Dreem” von Theodore Winthrop aus dem Jahr 1861 gilt als einer der bedeutenden Wegbereiter für die Darstellung von Homosexualität in der Literatur. Dieses Themenfeld bereicherten in der Nachfolge Autoren wie Thomas Mann, Hans Henny Jahnn, Hubert Fichte oder August von Platen mit ihren literarischen Werken.

So wichtig wurde das Thema Homosexualität und Literatur in den 70er Jahren, dass dafür eigens ein europaweit einzigartiges Forschungsgebiet an der Universität Siegen aufgebaut wurde. Zuvor blieben Forschungen zum Zusammenhang von Homosexualität und Literatur bzw. Literaturwissenschaft der Eigeninitiative einzelner Literaturwissenschaftler und Literaturwissenschaftlerinnen überlassen.

Im Rahmen des Forschungsgebietes wird seit 1986 die Fachzeitschrift FORUM Homosexualität und Literatur von Prof. Dr. Wolfgang Popp und Dr. Dirck Linck herausgegeben. Schwerpunkte jedes Heftes sind Beiträge zur theoretischen Diskussion des Zusammenhangs von Homosexualität und Literatur, Beiträge zu Einzelproblemen, zu einzelnen Autoren und/ oder Werken, Primärtexte; darunter auch ältere unveröffentlichte oder vergessene Texte, Berichte, Interviews u. ä. zum Entwicklungsstand der Forschung im In- und Ausland, Rezensionen und eine Auswahlbibliographie von Neuerscheinungen.

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Januar 22, 2008

Du bist doch schwul

Und das “Gaydar” funktioniert doch. Anhand von subtilen Eindrücken wie Verhaltensweisen, bestimmten Ausdrucksarten, Blicken, der Erscheinung oder auch dem Geruch können Menschen in der Lage sein, die sexuelle Orientierung einer fremden Person zu bestimmen. Ein intuitiv gefälltes Urteil reicht aus, um sich ein relativ sicheres Bild über unsere Mitmenschen zu machen.

Die Sozialpsychologin Dr. Nalini Ambady von der amerikanischen Tufts University hat nun in ihrer neuesten Untersuchung herausgefunden, dass für das “Gaydar” allein das Gesichtsfoto eines Menschen ausreichen kann. Also heute schon dein Profilfoto überarbeitet?

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Dezember 3, 2007

Clinton bei Lesben und Schwulen beliebt

Das amerikanische Hunter College hat in einer Umfrage unter 768 Lesben und Schwulen herausgefunden, dass eine Mehrheit der Lesben, Schwulen und Bisexuellen die Präsidentschaftskandidatur von Hillary Clinton unterstützt. Die demokratische Senatorin unterstützen 63 Prozent aller Befragten, gefolgt von Senator Barack Obama mit 22 Prozent und John Edwards mit 7 Prozent.

Generell möchten 9 von 10 Lesben, Schwulen und Bisexuellen in der Präsidentschaftswahl 2008 die Demokraten unterstützen. 21 Prozent sind der Ansicht, dass der Umgang mit den Rechten von Lesben und Schwulen ihr Wahlverhalten hauptsächlich entscheiden wird. Wird der Frage nachgegangen, welcher demokratische Senator als wichtigster Befürworter dieser Rechte angesehen wird, erreicht Clinton 72 Prozent Zustimmung, Obama 52 Prozent und Edwards 41 Prozent. Bei den Republikanern liegt der ehemalige Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, mit 37 Prozent an der Spitze, gefolgt von Senator McCain mit 13 Prozent.

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