Seit Ende März hat Zürich zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Stadtpräsidentin. Die Kandidatin der Sozialdemokraten, Corine Mauch, gewann deutlich vor ihrer Konkurrenz. Mauch hat aus ihrem Lesbischsein kein Geheimnis gemacht. Das Amt der Stadtpräsidentin entspricht dem einer Bürgermeisterin und gilt als eines der meistbeachteten Ämter der Schweiz. Neben Zürich hatten bereits Genf und Lausanne eine Frau an der Spitze.
Corine Mauch, Jahrgang 1960, ging während ihres Wahlkampfes nicht davon aus, dass ihre sexuelle Neigung Vor- oder Nachteile mit sich bringen würde. Sie sagte im Vorfeld:
“Natürlich bin ich sensibler, wenn’s um homosexuelle Themen geht, aber in der Schweiz haben wir bereits viel erreicht für die Gleichberechtigung. Außerdem haben wir mit der Bankenkrise und deren Folgen andere wichtige Herausforderungen.”
Die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler gab ihr Recht und wählte sie mit deutlicher Mehrheit. Welch Zufall: In diesem Jahr findet übrigens auch die Europride in Zürich statt.
(Quelle: tagesanzeiger.ch/blick.ch)


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