TYPOGRAFIE.
Magazin für Schriftgeschichte
und Druckkunst.
Eine Ausgabe pro Monat. Wir lesen Garamond-Schnitte aus der Renaissance, konfigurieren OpenType-Features in Glyphs 3.3, dokumentieren die Letterpress-Renaissance in Berlin Mitte und folgen variablen OpenType- Achsen für Web-Anwendungen. Mit Punzen-Verhältnissen und Druckbogen.
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Gutenberg 1455 — die 42-zeilige Bibel als Geburts-Datum
Johannes Gutenbergs Bibel von 1455 in Mainz mit 180 Exemplaren in Textura-B-42 auf etwa 23,8 mm Lettern-Höhe, die bis heute deutscher Standard ist, und die rund 200 Millionen Inkunabeln bis 1500 als Folge. Der aktuelle Stand der Mainzer Forschung im Mai 2026.
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Letterpress-Renaissance im Mai 2026 — der Werkstatt-Atlas
Die Wiederbelebung des Buchdrucks ab etwa 2010 in Deutschland steht im aktuellen Mai 2026 auf drei Pfeilern — dem Heidelberger Tiegel von 1953, dem Vandercook SP-15 Andrucker und dem Bleilettern-Nachschub aus Lazertype Zürich als letztem aktiven Schriftgießer in DACH. Drei Werkstatt-Adressen mit Tagesraten zwischen 180 und 220 Euro.
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Variable Fonts im Mai 2026 — die Praxis-Übersicht
Die OpenType-Variable-Font-Spezifikation 1.8 von 2016 ist im aktuellen Mai 2026 endgültig in der täglichen Werkstatt-Praxis angekommen, mit fünf Standard-Achsen wie wght und wdth, Custom-Axes wie Recursives Casual-Achse und einem Daten-Volumen-Vorteil von 40 bis 60 Prozent gegenüber statischen Cuts. Glyphs 3.3 ist der bevorzugte Editor.
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Garamond — die Renaissance-Antiqua im Mai 2026 wieder gelesen
Claude Garamonds Pariser Schnitte von 1545 in der digitalen Adaption Adobe Garamond Pro, mit x-Höhe von 47 Prozent der Versalhöhe und den charakteristischen schräg-gestellten e-Augen. Eine Empfehlung für ein Mai-Buchprojekt in 11 auf 14 Punkt mit Renaissance-Tradition.
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Ressorts.
Acht Themenfelder.
Eine Schrift ist kein Stilmittel, sondern eine Konstruktion. Wer sie lesen will, lernt zuerst das Punzen-Verhältnis und dann die x-Höhe.